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Aktualisiert: vor 2 Monate 4 Wochen

Smarte kleine Schwester - Brücke für Radfahrer und Fußgänger in Kopenhagen von Wilkinson Eyre

Mo, 09.09.2019 - 15:13


09.09.2019
Kopenhagen untermauert seinen Ruf als Fahrradhauptstadt mit immer neuen Infrastrukturprojekten. Während man sich als radfahrender Verkehrsteilnehmer in deutschen Städten aktuell noch mit den Konsequenzen einer oft kompromisslosen Verkehrsplanung für das Automobil herumschlagen muss, wurde in der dänischen Hauptstadt kürzlich ein weiteres Leuchtturmprojekt für den Radverkehr eröffnet. Neben der von Dissing + Weitling entworfenen Cykelslangen, die den Stadteil Havneholme mit keckem Schwung durchkurvt, hat sich die Stadt eine weitere Verbindung nach Amager geleistet. Die endet direkt beim von OMA entworfenen BLOX, das unter anderem auch das Dänische Architekturzentrum beinhaltet. Die elegant geschwungene Stahlbrücke unterteilt sich in einen vier Meter breiten Abschnitt mit zwei Radfahrspuren und einen drei Meter breiten Fußgängerbereich. Die 160 Meter lange Brücke ist als zur Mitte hin ansteigender Bogen ausgeführt, um die geforderten Mindestabstände für die Unterquerung per Schiff einzuhalten. Von ihren fünf Segmenten wurden außerdem zwei drehbar ausgeführt, um auch größeren Schiffen die Passage zu ermöglichen. Der Entwurf von Wilkinson Eyre reflektiert mit seinem weißen Lack die...
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Kategorien: Architektur

Im Schatten des Erfurter Doms - OsterwoldºSchmidt Ex!pander Architekten realisieren Wohnbau

Do, 29.08.2019 - 10:20


28.08.2019
Über 200 Jahre hat es gedauert. Seit Neuestem ist die Lücke im historischen Ensemble um den Domplatz in Erfurt gefüllt. Ein historischer Vorgängerbau war in den Wirren der Napoleonischen Kriege, genauer gesagt bei der Belagerung Erfurts durch preußische Truppen 1813 zerstört worden. Seitdem hielt man das Grundstück direkt gegenüber dem auf massiven Substruktionen ruhenden hochgotischen Domchor zunächst für eine mögliche militärische Nutzung, dann, mit der Veräußerung durch die Treuhand, als Spekulationsobjekt unbebaut. Osterwold°Schmidt Ex!pander Architekten, Zweitplatzierte im Wettbewerb von 2014, haben für den Auftraggeber Domplatz EF GmbH & Co. KG diesen städtebaulichen Missstand nun repariert. Mit dem Domquartier enstanden 70 Wohnungen sowie mehrere zum Platz orientierte Gewerbeeinheiten. In Blockrandbebauung schließt der Baukomplex im Nordwesten an die Domstraße, wo er den geschwungenen Straßenverlauf aufnimmt und bildet an den anderen Außenseiten klare Kanten. Die Erschließung der in mehrere Häuser unterteilten Einheiten erfolgt separat über eine Reihe von außenliegenden Zugängen. Ein zentraler Innenhof sowie im Südosten vor einem Bach lokalisierte Gärten sorgen für...
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Kategorien: Architektur

Zwischen Grafik und Ornament - Ateliergebäude in London von CAN

Di, 20.08.2019 - 15:43


12.08.2019
Wie wichtig eine gute Zusammenarbeit zwischen Bauherr und Architekt ist, zeigt das vom Londoner Büro CAN entworfene Studio für den Bildhauer Tom Lomax. Das Ateliergebäude in Newcross im Südosten der britischen Hauptstadt setzt sich von außen betrachtet aus zwei unterschiedlich großen und leicht versetzt stehenden Volumina zusammen, die aber innen einen großen Raum mit zwei Arbeitsbereichen auf 53 Quadratmetern Fläche bilden. Die Außengestaltung des Gebäudes nimmt Bezug auf die inneren Funktionen. Auf kleinem Raum bietet es Platz für die unterschiedlichen Anforderungen des Bildhauers und Druckgrafikers Lomax und seinen Atelierkolleg*innen. Im weiß gekachelten Gebäudeteil sind ein kleinerer Arbeitsbereich sowie Küche und Nasszelle untergebracht, während im etwas größeren Hohlblocksteinteil ein kompletter Arbeitsplatz untergebracht ist. Die Verwendung der pinken Farbelemente verbindet beide Gebäudeteile und stellt eine Referenz an die Vorliebe für die Verwendung von knalligen Farben in Lomax Arbeiten dar. Die Form des Treppengiebels bezieht sich auf ein Waschhaus aus dem 18. Jahrhundert, das früher einmal auf dem Grundstück gestanden hatte. Um trotz beschränktem Budget von 83.000...
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Kategorien: Architektur

Schicke Hütte in Valladolid - Passivhaus von Quirós Presa

Mo, 12.08.2019 - 15:41


12.08.2019
In Spanien gab es bislang drei Häuser, die mit dem Siegel des Deutschen Passivhaus-Institut ausgezeichnet sind. Nun ist ein viertes hinzugekommen, namentlich das CC House vom Architekturbüro Quirós Presa (León), das schon mit einer gelungenen Turnhalle auf sich aufmerksam machte. In einer dörflichen Wohnsiedlung in den Ausläufern der Kleinstadt Valladolid steht bescheiden das 200 Quadratmeter große Haus, dem man seine gebäudetechnische Raffinesse auf den ersten Blick nicht ansieht. Der H-förmige Grundriss des einstöckigen Hauses leitet sich maßgeblich aus zwei Entwurfsansätzen ab. Die Architekten wollten einerseits zwei voneinander getrennte halbgeschlossene Höfe schaffen, gleichzeitig sollten die Privat- und Gesellschaftsräume voneinander getrennt werden. Im westlichen Gebäudeteil befinden sich drei Schlafzimmer, zwei Bäder und ein Atelier, verbunden mit dem gegenüberliegenden Gebäudeteil sind diese durch eine Vorhalle mit Eingangsbereich. Im östlichen Teil des Gebäudes befindet sich ein offenes Wohn- und Esszimmer mit Küchenzeile. Der als Privatwohnung genutzte Bungalow verfügt außerdem über zwei Terrassen und eine Doppelgarage. Die Architekt*innen, die sich bereits in anderen...
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Kategorien: Architektur

Perspektive Bildungscampus - Diskussion zur Stadtteilinitiative für das ehemalige Diesterweg-Gymnasium in Berlin-Wedding

Fr, 09.08.2019 - 15:52


09.08.2019
Das knallig orangefarbene Diesterweg-Gymnasium in Berlin-Wedding war ein typischer Schulneubau, wie man ihn in den 1970er Jahren entwarf: pädagogisch ambitioniert, technisch-utopisch in der Form und mit einem großzügigen Raumprogramm inklusive Stadtteilbücherei. 2011 wurde das Gymnasium aufgrund fehlender Schülerzahlen aufgegeben. Eine Entscheidung, die angesichts der aktuellen Krise im Berliner Schulwesen wie ein schlechter Witz wirkt. Seit 2012 arbeitet die stadtteilbasierte Initiative ps wedding an Umbau und Reaktivierung des Gebäudes. Nicht als Schule, sondern als eine partizipativ entwickelte und zeitgemäße Mischung aus soziokulturellen Einrichtungen und 320 bezahlbaren Wohnungen sollte die Architektur des Büros Pysall-Jensen-Stahrenberg wieder belebt werden können und neue Impulse in eine ärmere innerstädtische Gegend Berlins bringen. Doch im Herbst letzten Jahres schwenkte die Lokalpolitik radikal um. Mit Mitteln aus der milliardenschweren Schulbauoffensive wollen die zuständigen Bezirkspolitiker den Altbau abreißen und durch eine typisierte Sekundarschule ersetzen. Jahrelange Bemühungen engagierter Akteure und ein zähes Ringen um politische Unterstützung wurden mit einem...
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Kategorien: Architektur

Buchtipp: Liebeserklärung - Prague Brutally Beautiful

Do, 08.08.2019 - 10:43


07.08.2019
Prague Brutally Beautiful ist eine illustrierte Liebeserklärung an Prags weithin ungeliebtes architektonische Erbe der 70er- und 80er-Jahre. Seit 2012 organisiert die Initiative Scholastika Architekturführungen in der tschechischen Hauptstadt und setzt sich für den Erhalt der spätmodernen Architektur ein. Der vorliegende Band ist ein gelungener Versuch, die Führungen bildgewaltig in Buchform zu übersetzen. Dabei leisten die jungen Autor*innen keine wissenschaftlichen Abhandlungen mit historischen Aufnahmen und Plänen. Vielmehr geben die kurzen Einleitungen und Beschreibungen nur die nötigen Impulse zur Entfaltung der fotografischen Dokumentation. Versteht man das Buch als Bildband, lassen sich auch kleinere Schwächen wie gelegentliche Flüchtigkeitsfehler und die bisweilen etwas wackelige Übersetzung leicht verzeihen. Dass die Bauwerke ganz selbstverständlich unter dem Label Brutalismus und nicht etwa als Sozialistische Moderne präsentiert werden, bezeugt einmal mehr, wie sehr Ersteres zum Schlagwort avanciert ist. Die Situation in Prag ist symptomatisch für den schwierigen Stand, den die Architektur aus der Zeit des Kalten Kriegs in Mittel- und Osteuropa hat. Zu stark ist immer...
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Kategorien: Architektur

Unter und über Wasser - Pläne für Ufergestaltung in Prag von Petr Janda / brainwork

Di, 30.07.2019 - 12:52


29.07.2019
Spaziert man heute entlang der Moldau durch die Innenstadt von Prag, wird man auf junge Menschen, Musikkonzerte, Bierausschank und viele Touristen treffen. Erst seit einigen Jahren erleben die Flussufer jedoch wieder einen Aufschwung. Seit 2009 entwickelt das Prager Stadtplanungsamt für drei Uferzonen mit vier Kilometern Gesamtlänge ein umfangreiches Revitalisierungsprogramm. Zu diesem gehört auch die Uferstelle Nàplavka (dt. Aufschwemmstelle), an der nun bald mit einigen restaurierte Gewölben die erste von vier Interventionen für den Ort fertiggestellt sein soll. Die Entwürfe hierfür stammen von Petr Janda / brainwork (Prag). Diese Gewölbekeller sind unter anderem für Kunstausstellungen gedacht. Hinzu kommen ein Badeschiff mit Pool, ein Terminal für Flusskreuzfahrtschiffe sowie schwimmende Toiletten. Seit 2017 ist das Prager Büro für die Architektur des Projekts verantwortlich. Die Uferstelle Nàplavka, die seit einer großen Flut im Jahr 2002 als Parkplatz genutzt wurde, hatte sich ohnehin schon zu einem bedeutenden Kultur- und Tourismusstandort entwickelt. Nun werden weitere Flächen für Kunst und Kultur, Wassersport, Gastronomie und Events hinzukommen. Mit dem Umbau der Gewölbe...
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Kategorien: Architektur

Kirche und Gemeindehaus - Neubau und Sanierung von VON M in Kehl

Do, 11.07.2019 - 11:14


03.07.2019
Öffnen wolle sich die Kirchengemeinde, auch anderen Veranstaltungen Raum geben, nicht nur den klassischen Gottesdienst abhalten. So steht es in der Projektbeschreibung. Man merkt, dass die Kirchen um ihren Erhalt, ihre wirtschaftliche Grundlage bangen. Die Schäfchen laufen massenhaft davon, vielerorts wird umstrukturiert. Um Geld einzusparen, die Verwaltung zu verschlanken, effizienter zu arbeiten. So auch in Kehl, dem Grenzstädtchen zu Frankreich bei Straßburg. Aus einst vier Gemeinden wurde eine, zentraler Ort der Kehler Protestanten ist jetzt die Christuskirche, ihres Zeichens älteste Kirche der Stadt. Aus diesem Grund erhielt der 1822 von Kirchenarchitekt Hans Voß erbaute Sakralbau für 2,5 Millionen Euro nicht nur eine umfangreiche Sanierung, sondern auch ein neues Gemeindehaus. Voß ist ein Schüler Friedrich Weinbrenners (1766-1826), der mit seinem klassizistischen Stil viele Städte im Südwesten Deutschlands prägte. Verantwortlich für die aktuelle Planung ist das Stuttgarter Büro VON M, die sich 2013 im Wettbewerb durchsetzten. Ziel war es, die gesamte Anlage aus Kirche, Gemeindezentrum und dem sogenannten Haus der Kirche neu zu ordnen, der kompakte, eingeschossige Neubau...
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Kategorien: Architektur

Buchtipp: Unheimliche Orte - Naypyitaw. An Approach

So, 07.07.2019 - 14:54


03.07.2019
Die zwischen 2002 und 2012 gebaute Planstadt Naypyitaw ist bekannt für ihre ungewöhnliche Kombination von großer Fläche und niedriger Einwohnerdichte. Sie wird oft in einer Reihe mit anderen Planstädten wie Brasilia, Canberra, Islamabad, Putrajaya oder Astana genannt, die allesamt entstanden sind, um die Regierungsarbeit effizienter erledigen zu können. Dennoch unterscheidet sich Naypyitaw stark von den anderen Planstädten: Auf den ersten Blick so scheint es, als wäre die Stadt vorsorglich mit sehr viel Platz für künftiges Wachstum gebaut worden, aber dass eben diese Zukunft noch auf sich warten lässt. Die imposante Leere der kaum befahrenen vier- bis zehnspurigen highwayähnlichen Straßen, die sich durch das weitläufige, nur aus Abstandsgrün bestehende Stadtgebiet ziehen, die vereinzelten Rohbauten, die man von eben diesen Straßen sehen kann und die Absperrungen der Militärpolizei sind wesentliche Stilelemente, mit denen die Regierung seit 2005 versucht, die Militärhegemonie trotz der vermeintlich demokratischen Öffnung aufrecht zu erhalten. Es gibt nur wenige, vor allem kaum unabhängige Publikationen über Naypyitaw, und von offizieller Seite aus ist man bemüht, möglichst wenig...
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Kategorien: Architektur

Winkel auf drei Beinen - Hochhaus von Ron Arad Architects in Tel Aviv

Do, 04.07.2019 - 19:12


02.07.2019
Auf den ersten Blick glaubt man nicht, dass es sich bei diesem kürzlich in Tel Aviv fertiggestellten Hochhaus lediglich um die kleine Nummer 2 handelt. Mit seinen 28 Geschossen, die sich über einem winkelförmigen Grundriss mit einem komplexen Volumen in den Himmel schieben, macht es auch jetzt schon Eindruck. Ron Arad Architects (London) haben es unter der Projektleitung von Asa Bruno entworfen, die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit Avner Yashar Architects (Tel Aviv), als Ingenieure waren Buro Happold und David Engineers beteiligt. Das Bürohochhaus ist Teil eines Entwicklungsprojekts namens Totseret Ha-Arets, das auf einem knapp zwei Hektar großen Grundstück in Zentrumslage unweit des Bahnhofs HaShalom entsteht. Das nun fertiggestellte Hochhaus umfasst 53.000 Quadratmeter Geschossfläche, ein 70-Geschosser mit 140.000 Quadratmetern ist gerade in Planung. Das Ganze ist ein Joint Venture von zwei der größten israelischen Immobilienfirmen. Es sind zwei Eigenschaften, die schon das kleinere Hochhaus zur Landmarke machen. Da wären zum einen die drei schmalen Füße, auf denen die Struktur steht. Und zum anderen das an- und wieder abschwellende Volumen mit den markanten, für...
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Kategorien: Architektur

Frontalangriff auf die Baukultur - Europäischer Gerichtshof kippt HOAI

Do, 04.07.2019 - 15:42


04.07.2019
Seit 2015 haben die Bundesarchitektenkammer und die Bundesregierung im Vertragsverletzungsverfahren mit der EU gekämpft, jetzt ist die Sache gegen die Hoffnung vieler Planer*innen und auch gegen die Baukultur in Deutschland ausgegangen: Mit seinem heutigen Urteil hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die Mindest- und Höchstsätze der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) nicht mehr verbindlich vorgeschrieben werden dürfen. Wie die Bundesarchitektenkammer (BAK) mitteilt, begründet der Gerichtshof seine Entscheidung mit der 2006 verabschiedeten EU-Dienstleistungsrichtlinie. Gemäß dieser Richtlinie solle in einem freien europäischen Binnenmarkt der Wettbewerb grundsätzlich auch über den Preis möglich sein. Etwas anderes gelte nur, wenn das verbindliche Preisrecht zwingend erforderlich ist, um höherrangige Güter wie Leben oder Gesundheit zu schützen. Dass eine verbindliche Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen genau diese Anforderungen erfüllt und somit ein wichtiger Bestandteil einer ganzen Reihe qualitätssichernder Regelungen ist, hatte, so die BAK, die Bundesregierung in ihren Verhandlungen mit der EU ausführlich dargelegt. BAK-Präsidentin...
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Kategorien: Architektur

Wärme und Reduktion - Holzhochhaus in Brisbane von Bates Smart

Mi, 03.07.2019 - 15:14


03.07.2019
Zehn Stockwerke, 45 Meter und konsequent offene Grundrisse: Im letzten Herbst wurde in Brisbane die bisher größte Holzkonstruktion Australiens eröffnet. Das Bürohochhaus stammt von Bates Smart mit Niederlassungen in Sydney und Melbourne. Den Architekten, die auch die Australische Botschaft in Washington geplant haben, gelang eine interessante Balance aus Glasarchitektur und sichtbarer Holzbauweise. Das Projekt entstand für die Impact Investment Group, die sich soziale Verantwortung auf die Fahnen schreibt. Bei der Konstruktion wurde Brettschichtholz mit Brettsperrholz kombiniert und mit einem offenen Deckensystem gearbeitet. Dank zweigeschossiger Lufträume zur Auflockerung des Volumens werden insbesondere auch die Unterzüge aus Brettschichtholz inszeniert. Im Erdgeschoss sind es eindrucksvolle V-Stützen, die das Hauptmaterial erkennen lassen. Die Aufzug- und Treppenhauskerne sind aus Beton, um sie herum erfolgte der Bau nach einem modularen Prinzip. Insgesamt entstand eine Geschossfläche von rund 15.000 Quadratmetern, für die 6.300 Kubikmeter Holz benötigt wurde. Die Umsetzung erfolgte in 15 Monaten, was die Architekten auch auf die konsequent zum Einsatz kommende Vorfertigung...
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Kategorien: Architektur

The Language of MVRDV - Ausstellung in Innsbruck

Mi, 03.07.2019 - 15:12


03.07.2019
2019 scheint ein gutes Jahr für MVRDV zu sein: Im architektonisch florierenden Taiwan wurde der Grundstein für eine weitere Markthalle nach Plänen des Büros gelegt, und in Kiel ist ein ganzes Stadtquartier in Hafennähe in Vorbereitung. Zudem sind Winy Maas und Kollegen mit einer Vorabrecherche für die im nächsten Jahr startende Manifesta 13 in Marseille beschäftigt. Da passt es, dass das Innsbrucker aut. den Architekt*innen nun eine Ausstellung widmet. Ab Freitag, 5. Juli 2019 bietet das Tiroler Architekturzentrum einen Streifzug durch das Schaffen des 1993 von Maas, Nathalie de Vries und Jacob van Rijs gegründeten Büros. Von den Anfängen in Rotterdam, darunter das erste Wohnbauprojekt WoZoCo in der niederländischen Hauptstadt und der Expo2000-Pavillon Holland Creates Space in Hannover, bis zu internationalen Groß- und Städtebauprojekten, die die mittlerweile über 250 Mitarbeiter*innen auch von Shanghai und Paris aus konzipieren. Vier Türme, die die ehemaligen Sudkessel der zum Ausstellungsort umgenutzten Brauerei räumlich transformieren, greifen jeweils ein Thema der Arbeitsmethodik von MVRDV auf. Der Rückblick soll zentrale Fragen der Gestaltung unserer Zukunft aufwerfen:...
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Kategorien: Architektur

Arts-and-Crafts im Stahlkokon - Temporäre Schutzhülle für schottisches Baudenkmal von Carmody Groarke

Fr, 28.06.2019 - 15:36


28.06.2019
Das 1904 für den schottischen Verleger Walter Blackie und seine Familie errichtete Hill House im westlich von Glasgow gelegenen Helensburg ist eines der bedeutendsten schottischen Denkmäler und gilt als das Meisterwerk des Architekten Charles Rennie Mackintosh. Anstelle der damals üblichen dekorativen Gestaltung im viktorianischen oder edwardinischen Stil entwarf er das Gebäude mit einer glatt verputzten, einheitlichen Fassade auf Basis von Portlandzement. Der damals neue und von Mackintosh noch experimentell eingesetzte Baustoff gilt als der Wegbereiter für die massenhafte Verwendung von Beton in der Moderne. Regen und Wind haben die Wände des in Küstennähe liegenden Bauwerks jedoch brüchig werden lassen. Das Hill House leidet seit Jahren unter starkem Feuchtigkeitseinritt, der mittlerweile auch die Struktur des Gebäudes gefährdet. Es muss dringend saniert werden, auch um sein bedeutendes, von Mackintosh selbst entworfenes Interieur zu erhalten. Der National Trust for Scotland, heutiger Eigentümer des Bauwerks, rief daher ein über zehn Jahre angelegtes Sanierungsprogramm auf den Plan und beauftragte das Büro Carmody Groarke (London) damit, eine temporäre Schutzhülle für das Haus...
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Kategorien: Architektur

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Di, 25.06.2019 - 16:43
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Kategorien: Architektur

Wohnen auf der Mall - Forum City von LEVS in Jekaterinburg

Di, 18.06.2019 - 15:58


18.06.2019
Von LEVS architecten hörte man kürzlich aus Den Haag. Jenseits der Niederlande ist das Amsterdamer Büro aber vor allem in Russland tätig. In Tomsk oder Kazan beteiligen sie sich an großen Wohnkomplexen. Im Zentrum von Jekaterinburg bauen LEVS architecten gerade ein Ensemble mit 586 Wohnungen, einer Shopping Mall sowie Räumen für medizinische Einrichtungen und eine Kita auf einer Fläche von 103.000 Quadratmetern. Bereits 2016 beauftragte die Forum Group, einer von Russlands größten Entwicklern, das Büro mit der Realisierung dieser kleinen Stadt innerhalb der Stadt. Spätestens 2022 soll das Großprojekt fertig sein, das die Forum Group mit der Namensgebung Forum City wohl auch als enormes Branding-Projekt versteht. Aus Fußgängerperspektive wirkt die Forum City als Block. Über der Mall, die sich über das gesamte Grundstück zieht, erheben sich neun Türme mit acht bis dreißig Stockwerken und geben dem Ensemble eine städtische Skyline. Die Architekten bringen darin Wohnungsformate von 46 bis 144 Quadratmetern Fläche unter. Auf dem Dach der Mall legen LEVS begrünte Plätze an. Die Landschaftsarchitekten S&P Architektura Krajobrazu (Warschau) verbinden diese auf verschiedenen Ebenen...
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Kategorien: Architektur

Räume für die Nachbarschaft - Stiftungssitz bei Barcelona von b720 Fermín Vázquez Arquitectos

Di, 18.06.2019 - 15:56


18.06.2019
Die Fundació Germina ist eine Stiftung mit Sitz in Barcelona, die Programme für Kinder, Jugendliche und Familien aus sozial benachteiligten Verhältnissen anbietet. In einer einkommensschwachen Gegend von Badalona, einer ehemaligen Industriestadt im Nordosten von Barcelona, haben b720 Fermín Vázquez Arquitectos (Barcelona/Madrid) den neuen Hauptsitz der Stiftung geplant. Die Lage ist kein Zufall, denn auch die Nachbarschaft und lokale Initiativen sollen in die Arbeit der Fundació Germina einbezogen werden und von eben dieser profitieren. Die Architekten haben die Erdgeschosse der beiden Bestandsbauten auf dem von der Stiftung gekauften Grundstück umgebaut und einen sechsgeschossigen, grau verputzten Neubau dazwischengefügt. Die so entstandene dreiteilige Konfiguration nimmt symbolisch Bezug auf die drei Altersgruppen, für die die Stiftung Räume zum Treffen und verschiedene Kurse anbietet. Darüber hinaus gibt es Nachmittagsbetreuung für Schulkinder, Beratung für Familien und Unterstützung für Jugendliche, um diese auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Die Gemeinschaftsräume mit Küche liegen im Erdgeschoss direkt am Haupteingang. Eine Holzverkleidung zieht die fragmentierten...
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Kategorien: Architektur

Bootsskelett in Kristiansand - Helen + Hard planen Hafenmuseum

Mi, 12.06.2019 - 15:17


12.06.2019
Fischerboote gab es in Südnorwegen einst wie Sand am Meer, die Menschen lebten seit jeher vom Fischfang. In kleinen, hölzernen Booten schipperte man zum Fang hinaus. Heute sind die Boote größer, die Fangmethoden moderner, mit kleinen Holzbooten fährt kaum noch ein Fischer raus. Im Museumshafen von Kristiansand aber ankern die historischen Holzboote noch. Und ein neuer Ausstellungsort soll künftig auch ihren Geschichten Raum geben. Der Entwurf dafür stammt von Helen & Hard Architects (Stavanger/Oslo), Auftraggeber ist das Vest-Agder-Museum, zu dem auch der schon bestehende, kleine Museumsbau nebenan gehört. Das neue Museum, das von Kulturbauten wie einer Kunstschule und dem Kilden Performing Arts Centre umgeben ist, soll zum Knotenpunkt auf der Kristiansand vorgelagerten Insel Odderøya werden. Das Bild findet sich auch im Namen des Projekts wieder: Navet bedeutet so viel wie Knoten. Dieser sei zudem für das tektonische, konstruktive und räumliche Konzept bestimmend, so die Architekt*innen. Vorbild waren, natürlich, Holzboote. Nimmt man ein Boot auseinander und entfernt die Planken, bleibt nur das Gerippe stehen. Einem solchen Bootsskelett nachempfunden, biegen sich die Holzbalken...
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Kategorien: Architektur

Gewissenhaft und schonungslos - Werner Durth zum 70. Geburtstag

Mo, 20.05.2019 - 15:51


17.05.2019
Der Architekt, Soziologe und Architekturhistoriker Werner Durth feiert heute seinen 70. Geburtstag. Als Architekt zeichnete er unter anderem zusammen mit Günter Behnisch für den Neubau der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin verantwortlich. Maßgebend ist Durth seit den 1970er Jahren insbesondere durch seine Schriften: Mit den zum Teil extrem umfangreichen Studien zu Themen der Architektur und des Städtebaus im 20. Jahrhundert und seiner prononcierten Sprache zählt er zu den wichtigsten Architekturtheoretikern der Gegenwart. Durth studierte Architektur und Stadtplanung an der TH Darmstadt, zudem Soziologie und Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und an der TH Darmstadt. 1981 erhielt er eine Professur für Umweltgestaltung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ab 1993 war er Direktor des Instituts Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen (IGMA) an der Universität Stuttgart. Von 1998 bis zu seiner Emeritierung 2018 lehrte er Geschichte und Theorie der Architektur an der Technischen Universität Darmstadt. Neben seiner Lehrtätigkeit war er Mitherausgeber der Zeitschriften ARCH+ und Stadtbauwelt. Die Schriften Durths prägen eine...
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Kategorien: Architektur

Betonschatz an der Ems - Denkmalschutz für Rathaus Greven von Dieter Oesterlen

Mi, 15.05.2019 - 16:47


15.05.2019
Von Stefan Rethfeld Das Rathaus im westfälischen Greven entstand 1971-73 nach Plänen von Dieter Oesterlen (1911-94), einem der prägenden Architekten der Nachkriegsmoderne in Deutschland. Nun hat sich die Gemeinde entschieden, den brutalistischen Signalbau mit seinem kühn über dem Bürgersteig schwebenden Ratssaal unter Denkmalschutz zu stellen und zu sanieren. Ein glücklicher Zwischenstand in einer jahrelang geführten Debatte. Ein modernes Rathaus sollte es werden: Bereits 1958 erkannte man die Notwendigkeit für den zentralen Neubau in der heute rund 38.000 Einwohner zählenden Gemeinde Greven an der Ems bei Münster. Doch erst 1968 fand ein öffentlicher Architekturwettbewerb statt, zu dem neben Dieter Oesterlen (Hannover) auch Kurt Peter Kremer (Bochum), Peter Poelzig (Duisburg), Roland Ostertag (Stuttgart) geladen wurden. Ausgeschrieben war ein offenes Gebäude, das in der Höhenstaffelung Rücksicht auf die St. Martinus-Kirche nimmt und ein gewisses Maß an Repräsentation in Form und Material aufweist. Unter der damaligen Leitung von Egon Eiermann würdigte das Preisgericht schließlich den Entwurf von Oesterlen mit dem ersten Preis. Und die Stadt bekam nicht nur einen Bau, sondern ein...
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Kategorien: Architektur
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