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Aktualisiert: vor 5 Monate 3 Tage

Kiez, Boden, Gemeingut - 16. Experimentdays in Berlin

Di, 04.09.2018 - 15:44


04.09.2018
Wohnungen sind knapp, Mieten explodieren und immer mehr Menschen werden an den Stadtrand gedrängt. In Berlin zeichnet sich eine Entwicklung ab, die nicht nur unmittelbare Wohnumfelder, sondern das soziale Gefüge der gesamten Stadt verändert. Diesen Themen widmen sich unter dem Motto Kiez. Boden. Gemeingut. auch die diesjährigen Experimentdays in Berlin. Die inhaltliche Bandbreite reicht von Räumen der Teilhabe und der Frage nach freiem Zugang zu Wohn-, Sozial-, Bildungs- und Kulturräumen, nachbarschaftlichem Gewerbe und Freiräumen, bis hin zur Diskussion zum Umgang mit der Boden in der Stadt. Dieser sollte, so die Veranstalter, als Schlüssel für die gemeinwohlorientierte und basisdemokratische Immobiliengestaltung dauerhaft in die Hände von Vielen gegeben werden. In diesem Zusammenhang wird auch das Community Land Trust-Konzept vorgestellt, das als Antwort auf die herrschende Wohnungskrise neue Möglichkeiten für eine gemeinwohlorientierte Stadt bieten soll. Die 16. Ausgabe der Experimentdays lädt Berliner*innen und auswärtige Akteur*innen ab Donnerstag, 6. September ein, sich in Workshops, Exkursionen und Diskussionen mit dem Ziel einer demokratischen, solidarischen und...
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Kategorien: Architektur

Ein Konstanzer für London - Florian Beigel 1941-2018

Mo, 03.09.2018 - 17:25


03.09.2018
Florian Beigel hat natürlich auch eigene Architekturprojekte realisiert, erst in den 1970er Jahren mit Konrad Frey und später mit seiner an der Londoner Metropolitan University angesiedelten Architecture Research Unit. Er arbeitete außerdem erfolgreich als städtebaulicher Impulsgeber, zum Beispiel 1998 bei seinem 1. Preis im Wettbewerb für Berlin-Lichterfelde Süd. Prominent wurde Beigel aber vor allem als Lehrer vieler heute bekannter britischer Architekten. Beigel, der 1941 in Konstanz geboren wurde, verstarb Ende August in seiner Heimatstadt London. Studiert hatte Beigel zunächst in Stuttgart, wo er nebenher im Büro von Rolf Gutbrod arbeitete. Später wurde er Assistent von Günter Behnisch und Jürgen Joedicke, über die er auch am Olympia-Projekt für München beteiligt war. Nach seinem Stuttgarter Diplom ging er schließlich Ende der 1960er Jahre nach London, um dort am University College seinen Master zu machen. Sein Interesse an leichten Flächentragwerken hielt an: Auch mit Frey, mit dem er das Büro Building Planning and Resources startete, entstanden entsprechende Arbeiten und sogar Patentanträge für neuartige Konstruktionssysteme. Parallel zu seiner Arbeit im eigenen Büro begann...
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Kategorien: Architektur

Schlafe lieber ungewöhnlich - Her(r)bergskirche im Thüringer Wald

Mi, 22.08.2018 - 22:26


22.08.2018
Los ging es mit dem Ideenwettbewerb STADTLAND:Kirche. Querdenker für Thüringen 2017, den die IBA Thüringen 2016 ausrief. Für 500 Kirchen in Thüringen, deren Gemeinden den Kirchenraum immer weniger mit Leben zu füllen vermögen, wurden Methoden der Reaktivierung gesucht. Ein Team junger Architekten und Gestalter um die Plattform studioetcetera (Berlin, Genf) entwickelte damals das Konzept, die Räume verschiedener Kirchen entlang des Höhenwanderweges Rennsteig zusätzlich zu den Gottesdiensten als Herbergen freizugeben. Gemeinsam mit der IBA Thüringen, der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland EKM und in enger Zusammenarbeit mit den Gemeindemitgliedern wurde im vergangenen Jahr in Neustadt am Rennsteig ein Prototyp der Her(r)bergskirche installiert. Im August 2017 bespielten die Bewohner Neustadts und das Projektteam die Kirche und den Pfarrgarten auf unterschiedliche Arten. Dabei entstand ein geräumiges Stockbett im Kirchenschiff. Das Schlafen unter der hohen Kassettendecke der Michaeliskirche stieß auf reges Interesse. In Anpassung an die Wünsche, die sich während der Projektwoche und Testphase herauskristallisierten, wurde der Entwurf des Bettes überarbeitet. Seit Juli ist die...
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Kategorien: Architektur

Auffrischung am Seeufer - Inselhalle in Lindau von Auer Weber

Mo, 06.08.2018 - 17:27


06.08.2018
Wer jährlich die Crème de la Crème aus Wissenschaft, Literatur und Politik zu Gast hat, der braucht ein repräsentatives Haus. Das gilt auch für Lindau, das ob seiner Insellage im Bodensee zwar als echtes Kleinod gelten kann, das aber trotzdem bisher nur ein wenig eindrucksvolles Konferenzzentrum zu bieten hatte. Internationalen Ansprüchen wurde dies jedenfalls schon lange nicht mehr gerecht. Solche Maßstäbe anzulegen, war und ist jedoch keine Hybris, denn die 1981 eröffnete Inselhalle kennt man vor allem als Ort, an dem jährlich das Lindau Nobel Laureate Meeting stattfindet. Dann treffen hier um die 30 Nobelpreisträger auf 500 bis 600 Nachwuchswissenschaftler. Um die Halle den heutigen Bedürfnissen eines Konferenzzentrums mit einem solch ungewöhnlichen Profil anzupassen, lobte die Stadt im Frühjahr 2010 einen nichtoffenen Ideen- und Realisierungswettbewerb aus, der die Sanierung und Erweiterung des Gebäudes zum Ziel hatte. Auer Weber Architekten (München) konnten sich gegen 20 Konkurrenten durchsetzen und wurden schließlich mit der Umsetzung ihres Projekts beauftragt. Der zentrale Saal und das Untergeschoss der Halle blieben weitgehend erhalten. Die rahmenden Bauteile, unter...
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Kategorien: Architektur

Raumstruktur mit Überwurf - Theater von Smiljan Radic in Chile

Do, 02.08.2018 - 15:12


02.08.2018
BioBio, da denkt hierzulande mancher an die Eigenmarke eines großen Lebensmittel-Discounters. Hat der womöglich das neue Theater von Concepción gestiftet? Nein, natürlich nicht, denn Bío-Bío ist auch eine Region in der Mitte Chiles, und der langgezogene Bau mit dem pragmatischen Namen Teatro Regional del Bío-Bío dient als dessen neuer kultureller Mittelpunkt. Smiljan Radic, Eduardo Castillo und Gabriela Medrano haben das gelungene Haus entworfen, das im letzten Jahr fertiggestellt wurde. Die drei arbeiten in der Hauptstadt Santiago.

 Radic, der aktuell auch in Venedig im Rahmen des Auftritts des Vatikans bei der Biennale einen Andachtsraum zeigt, ist bekanntlich Spezialist dafür, mit minimalen Mitteln ungewöhnliche ästhetische Verschiebungen herzustellen. Ein Stein als Pavillon oder ein Silo als Kapelle, das ist so seltsam wie frisch, weil es sich den üblichen Interpretationen entzieht. Ganz so ungewöhnlich ist das Bío-Bío Theater allerdings nicht, was auch am Format der Bauaufgabe gelegen haben mag. Wer kann es sich schon leisten, mit 10.000 Quadratmetern Nutzfläche in prominenter Lage zu experimentieren? Die Architekten haben trotzdem einen interessanten Zugang zur Bauaufgabe...
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Kategorien: Architektur

C.F. Møller bauen Bahnhof Altona - Wettbewerb für Hamburg entschieden

Mo, 30.07.2018 - 14:46


27.07.2018
In Hamburg tut sich viel. Allein im Stadtteil Altona entsteht auf einem alten Güterbahnhof die Neue Mitte mit 3.500 Wohnungen. Ein langer Parkstreifen soll zukünftig von der dichten Bebauung des neuen Quartiers fast bis zur Elbe führen. Moment mal: Grünstreifen, fahren dort nicht die Fernzüge zum Kopfbahnhof Altona? Und damit wäre man beim nächsten Großvorhaben der Stadt. Denn der Fernbahnhof Altona soll in naher Zukunft an die zwei Kilometer entfernte S-Bahnstation Diebsteich verlegt werden. Anstelle der Trassen für Schnellzüge ist dann tatsächlich Platz für eine Parkfläche bis ans Wasser. Ende Juni wurde der geladene Wettbewerb zu Hamburgs größtem Verkehrsprojekt entschieden. Der Neubau des Fernbahnhofs Altona für rund 360 Millionen Euro ist dabei auch in verkehrstechnischer Hinsicht ein außerordentlich wichtiges Projekt für die Hansestadt. Die Deutsche Bahn will damit nämlich den Hauptbahnhof entlasten. Parallel hierzu wird das zerfaserte Gebiet am Diebsteich mit vielen Gewerbe- und vereinzeilten Wohnbauten durch die Verlagerung des Bahnhofs eine Aufwertung erfahren. Das Projekt soll ein wirtschaftlicher Knotenpunkt in einer heute noch recht ruhigen Umgebung werden: Neben der...
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Kategorien: Architektur

Geologisches Gesamtkunstwerk - Stadtbahnstation in Seattle von LMN Architects

Sa, 28.07.2018 - 12:42


27.07.2018
Im Vergleich zu manch anderem Projekt sind zehn Jahre für den Teilabschnitt einer unterirdischen Verkehrsachse eine kurze Realisierungszeit. Die Verlängerung von Seattles Sound Transit Link light rail bis zur University of Washington und der Bau ihrer 16. Station wurde im November 2006 beschlossen, im Dezember 2008 begonnen und 2016 fertig gestellt. In diesem Jahr erhielten LMN Architects aus Seattle dafür den AIA National Honor Award for Interior Architecture. Aufgrund der zahlreichen Seen und Buchten in Seattle werden die Brücken zum täglichen Nadelöhr im Berufsverkehr. An einer der meistfrequentierten Straßenkreuzungen der Stadt ist die neue Sound Transit University of Washington Station zugleich Umsteigepunkt vom Bus aufs Fahrrad und vom Fußweg in die Bahn. Dass die Dynamik des Umstiegs geschmeidig verläuft, war ein Ziel der Station. Sie ist an eine neue Fußgänger- und Radbrücke angeschlossen, die über die Straßenkreuzung hinweg führt und zwei wichtige Fahrradrouten der Stadt verbindet. Auf dem Weg von der Straße zu den 30 Meter tiefer liegenden Gleisen gibt es visuelle Verbindungen zwischen den Ebenen. Ein Schacht lässt Tageslicht bis ins Zwischengeschoss. Stolz ist man auf...
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Kategorien: Architektur

Meetings im Eis - MAD planen Konferenzzentrum in Chinas Nordosten

Fr, 27.07.2018 - 15:32


27.07.2018
Okay, eigentlich ist dieser Freitag dem Thema Bahnhöfe und dem öffentlichen Nahverkehr gewidmet, doch die Temperaturen verlangen nach einer Ausnahme: Auf den Visualisierungen, mit denen MAD Architects (Peking) ihr geplantes Konferenzzentrum in Yabuli in Chinas Nordosten präsentierten, liegt nämlich reichlich Schnee und Eis. Eine kleine Abkühlung gefällig? Die Jahreszeit ist dabei ganz bewusst gewählt, geht es hier doch um eine permanente Einrichtung für das jährlich stattfindenden China Entrepreneur Forum. Das nimmt sich wiederum das Weltwirtschaftsforum in Davos zum Vorbild, was auch die vergleichsweise abgelegene Örtlichkeit mitten in den Bergen erklärt. Mit knapp über 40.000 Einwohnern hat die Stadt im chinesischen Maßstab übrigens tatsächlich Davos-Format. Für den Neubau wurde kürzlich der erste Spatenstich gefeiert. MAD Architects planen ein Volumen irgendwo zwischen Muschel und Flunder, das wie ihr Opernhaus von Harbin organisch in eine Flusslandschaft eingefügt ist. Ma Yansong selbst spricht übrigens von einer zeltartigen Struktur, die vier Geschosse umfasst. Neben einem großen und einem kleinen Auditorium (1.000 und 350 Sitze) stehen Konferenzräume und Studios,...
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Kategorien: Architektur

Historische Transformationen - Bundestagsbüros in Berlin von AVP

Fr, 27.07.2018 - 11:26


26.07.2018
Wer den heutigen Zustand mit der historischen Fassadenansicht des Königshofs in der Berliner Wilhelmstraße vergleicht, schnappt kurz nach Luft. Ist es wirklich möglich, dass der Bundestag diesen imposanten Hotelbau derart kastriert hat? Nein, die Transformation des Gebäudes von Ernst Scharnke ereignete sich bereits Mitte der 1970er-Jahre. Was Abelmann Vielain Pock Architekten schließlich noch vorfanden, waren lediglich die Grundstruktur und ein paar Details wie die alten Treppenaufgänge.

 Über das Projekt für einen erneuten Umbau in ein Büro- und Verwaltungsgebäude des Bundestages wurde 2011 in einem Wettbewerb entschieden, den das Berliner Büro gewann. Der Jury gefiel damals, dass es den Architekten gelinge, zumindest die historischen Proportionen wiederherzustellen. Im nun fertiggestellten Gebäude tragen dazu sowohl das imposante Dach als auch der nun leicht historisierende Sockel bei. Letzterer zeigt jetzt wieder die großen Fenster eines öffentlichen Gebäudes, auch wenn man die Analogie zum ursprünglichen Gefüge sicherlich nicht allzu eng sehen darf. Im Inneren wirkt das Gebäude weitestgehend wie ein Neubau nach aktuellem Stand der Technik. Zumindest die rau verputzen Wände und...
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Kategorien: Architektur

Ersatz am Entlisberg - Wohnanlage von Meier Hug Architekten in Zürich

Do, 26.07.2018 - 15:10


26.07.2018
Die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich blickt auf eine gewisse Tradition zurück, bereits 1916 wurde sie gegründet. Dass sie nicht zwanghaft an der Vergangenheit festhält, beweist sie seit einigen Jahren im Zürcher Stadtteil Entlisberg. Die dortige Siedlung, die in mehreren Abschnitten seit Anfang der 20er-Jahre bis in die Nachkriegszeit entstand, wird zum Teil erstaunlich radikal durch Neubauten ersetzt. Meier Hug Architekten (Zürich) konnten dort kürzlich eine Anlage mit 210 Wohnungen fertigstellen.

 Sie hatten 2013 den Wettbewerb gewonnen. Anstatt der bisherigen Zeilenbauten, die oft quer zur Topographie des Grundstücks ausgerichtet waren, projektierten die Architekten langgezogene Riegel parallel zu den Höhenlinien. Das ursprünglich kleinteilige Feld mit sechzehn Volumen reduzierten sie außerdem auf sechs großformatige Baukörper. Jene erscheinen zur Straße geradlinig und öffnen sich im Inneren des Grundstücks zu einer durchgehenden Grünfläche. Diese ist halböffentlich und rundum zugänglich, so dass auch die historische Durchwegung in Ost-West-Richtung weiterhin Bestand hat.

 Die Architektur fällt im Stadtraum vor allem durch ein eigenwilliges Farbkonzept auf, das über grauen...
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Kategorien: Architektur

Blok Y in Utrecht - Weitere Superlofts von Marc Koehler umgesetzt

Mi, 18.07.2018 - 19:12


11.07.2018
In Amsterdam haben sie bereits vier Superlofts gebaut, jetzt ist ein weiteres in Utrecht fertig geworden. Unter dem Namen Blok Y liefern Marc Koehler Architects (Amsterdam) hier erneut ein Apartmenthaus für eine Zielgruppe, die bereit ist, mit vorgefertigten Bauteilen selbst weiterzubauen. Die Superlofts lassen sich auch für andere Funktionen nutzen. Während die vier Anlagen im Amsterdamer Transformationsgebiet des Houthaven insgesamt Wohnungsgrößen von 30 bis 190 Quadratmetern in fünf Variationen bieten (Microlofts, Lowrise-Lofts, Highrise-Lofts, Gartenlofts und Penthouses), vereint das Gebäude in Utrecht für die 30 Superlofts Typen mit Größen zwischen 70 und 145 Quadratmetern. Die Vielfalt soll die gewünschte Mischung der Bewohner garantieren. Im Vergleich zu Amsterdam sind die Einheiten mehr geclustert. Blok Y, benannt nach der Bezeichnung des Grundstücks im Nordosten von Utrecht, wurde von seinen 30 Eigentümern, die sich zuvor zu einer Gruppe zusammengefunden hatten, in Zusammenarbeit mit der Baufirma und den Architekten, die als Co-Unternehmer auftraten, entwickelt. Manche haben ihr Büro im Erdgeschoss des Hauses, manche arbeiten in der eigenen Wohnung. Das Grundgerüst besteht...
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Kategorien: Architektur

Gute Architektur muss provozieren - Walter von Lom wird 80

Mo, 16.07.2018 - 15:47


16.07.2018
Von Uta Winterhager Am heutigen 16. Juli 2018 feiert der Kölner Architekt Walter von Lom seinen 80. Geburtstag. Bis heute ist sein Haus in der Rheingasse 16 mit dem Sichtbetonsockel und der plastisch gestalteten Fassade aus Aluminium und Glas von Loms Visitenkarte. Drinnen geht es mit einem kleinen orangeroten Aufzug nach oben. Es gibt Terrassen zum Hof, große Fenster zur Stadt und zum Grün. Alles greift ineinander: Sowohl die Wohnungen, die intern mit einer Wendeltreppe verbunden sind, als auch das benachbarte, denkmalgeschützte Kontor- und Warenhaus von 1910, das von Lom Anfang der 90er Jahre hinzukaufte, als Büro und Familie gewachsen waren. Im Erd- und den erstaunlich tageslichthellen Untergeschossen war bis 2012 das Büro der von Lom Planungs GmbH für Generalplanung und städtebauliche Aufgaben untergebracht. 1993 hatte von Lom Hubert Meuser sowie Dierk und Siegfried Ellegiers zu seinen Partnern gemacht, 1999 mit ihnen und Bernhard Werth die GmbH gegründet. Von den Partnern sitzt heute noch einer in den Räumen. Die anderen Arbeitsplätze sind vermietet, denn Leer- und Stillstand mag von Lom nicht. Teile des zweiten Untergeschosses nutzt er als Archiv. Hier lagern Hunderte von...
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Kategorien: Architektur

Die Schönheit des Hohlblocksteins - Grundschule von Compagnie-O im belgischen Lebbeke

Fr, 13.07.2018 - 13:24


11.07.2018
Außen sieht man an einer viel befahrenen Straße im belgischen Lebbeke erst einmal nur eine hohe lange Absperrung: Stahlträger halten ein dünnes, weiß geschlämmtes Ziegelmauerwerk im breiten Raster, abgelöst von Maschendrahtzaun und großen Leerflächen. Es ist das Resultat einer Auflage, die Compagnie-O aus Gent zum spielerischen Teil ihres Grundschulprojekts gemacht haben. Die Stahlträger der Abgrenzung reichen nämlich als geometrisch-räumliche Struktur auf den Hof und flankieren den Schulbau schräg. Auch an dem flachen Schulgebäude exerzieren die Architekten die Motive von Gitter und Raster weiter, erneut auf eine sehr leichte Weise. Die Schule selbst besteht aus einer zweischichtigen Konstruktion. Im Inneren formen Stahlträger ein 20 Meter umspannendes, die zweigeschossige Höhe des Baus einnehmendes Atrium. Diese innere Halle ist mit flexiblen Wänden ausgestattet und kann als Versammlungsraum, Cafeteria und Turnhalle genutzt und bei Bedarf geteilt werden. Die Hohlblocksteine in Kombination mit perforierten Holzpanelen ergeben nicht nur eine feingliedrige Wandstruktur, sondern lösen auch den Schallschutz. Eine weitere Struktur aus Stahlträgern um den inneren Multifunktionskern...
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Kategorien: Architektur

Heilbronner Tripel - Bürogebäude von Mattes Riglewski

Do, 12.07.2018 - 12:00


02.07.2018
Ein Grundriss, ein Aufriss, ein Sockel, und: drei Bauten. Ganz einfach. Nach dieser Formel haben Mattes Riglewski im Heilbronner Gewerbegebiet Businesspark Schwabenhof gerade drei Bürobauten fertiggestellt. Bauherrin ist die Langer + Langer GbR, die seit mehreren Jahren in Heilbronn aktiv ist. Auf Wunsch der Bauherren teilten die Architekten die 4.000 Quadratmeter Mietfläche auf drei Volumen auf. So können sich unterschiedliche Mieter in den viergeschossigen Würfeln niederlassen, die das Heilbronner Büro jeweils auf quadratischem Grundriss auf dem leicht abschüssigen Grundstück platzierte. Die anthrazitgrauen Würfel sind aus Stahlbeton. Schmale Stützen aus hochdruckwassergestrahltem Basalt bilden gemeinsam mit den hervortretenden Deckenplatten ein dichtes Raster entlang der Fassade der drei Bauten. Auch die Rahmen der geschosshohen Verglasung sind in dunklem Grau gehalten. Die Gebäudeecken erscheinen als Negativform, was die sonst strengen Würfel überraschend auflockert. Mattes Riglewski lagerten den fest verglasten Fenstern einen Sonnenschutz vor. Der Eingangsbereich erhält eine hinterlüftete Metallfassade aus eloxiertem Aluminium. Die Konstruktion mit einem massiven...
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Kategorien: Architektur

Alternative Ökonomien: das Beispiel IBeB - ARCH+ features 77 in Berlin

Di, 10.07.2018 - 19:19


10.07.2018
Das Gebiet um den ehemaligen Blumengroßmarkt in Berlin-Kreuzberg zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Mischung aus Kultureinrichtungen, Wohnnutzung und jungen Unternehmen aus. Normalerweise laufen Orte in derart zentraler Lage Gefahr, kommerzgesteuerten Investorenideen weichen zu müssen. Doch hier ist man anders vorgegangen, der Berliner Senat hat die Grundstücke nach Konzept und nicht nach Höchstpreis vergeben. Eines der Grundstücke erhielt das integrative Bauprojekt am ehemaligen Blumengroßmarkt (kurz IBeB), ein Wohn- und Ateliergebäude, das von den Architekten der Berliner Büros ifau und Heide & von Beckerath in Kooperation mit der Selbstbaugenossenschaft Berlin initiiert wurde. Es vereint sowohl genossenschaftliche Flächen als auch Eigentum, Wohnungen für einen sozialen Träger, Gewerbeflächen und Gemeinschaftsräume. Ein Diskussionsabend in der Reihe ARCH+ features 77 am Mittwoch, 11. Juli 2018 will anhand des IBeB-Gebäudes aktuelle Fragen zu alternativen Ökonomien in Städten, die eng mit der Politik verwoben sind und Prozesse des Gemeinschaffens als Modell der Zukunft ergründen. Außerdem gibt es Führungen durch das Haus von den Planerinnen und Nutzern, informelle...
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Kategorien: Architektur

Sprossen und Rahmen - Bürogebäude in Amsterdam von MVRDV

Mo, 09.07.2018 - 15:29


09.07.2018
Hafenentwicklung überall. Und natürlich ganz besonders in den Niederlanden, etwa in Amsterdam. Dort wird an der Transformation des Areals Minervahaven nordwestlich des Amsterdamer Hauptbahnhofs gearbeitet. Auf 150 Hektar Fläche sollen hier 11.500 Wohnungen und 250.000 Quadratmeter für andere Nutzungen entstehen. Sehr hohe Dichte und konsequente Funktionsmischung bei einem Wohnanteil von 80 Prozent werden laut dem für die Rahmenplanung verantwortlichen Büro DeZwarte Hond (Groning, Rotterdam, Köln) angestrebt. Eine Seilbahn von UNStudio soll das Gebiet an die Stadtviertel nördlich der IJ anbinden. Aus planungsrechtlichen Gründen dürfen in Minervahaven vor 2030 jedoch noch keine Wohnungen errichtet werden. Der Planungshorizont ist also weit gesteckt, die Erwartungshaltung groß und das ganze Gebiet momentan ein dynamischer Tummelplatz junger und kreativer Unternehmen. An prominenter Lage, mit bestem Blick auf das eigentliche Hafenbecken, steht seit kurzem das Bürohaus Salt, das die aktuelle Entwicklung im Minervahaven geradezu idealtypisch verkörpert. Bauherr ist der Investor NIC Buildings Ambitions, verantwortlich für den strengen Kubus in Sichtbeton sind MVRDV (Rotterdam). Salt...
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Kategorien: Architektur

Besser als WM - Architektenfußballturnier in München

Mo, 09.07.2018 - 15:24


09.07.2018
Die Flanke kommt vom rechten Mittelfeldspieler und... sitzt gekonnt in der oberen Ecke des Tores! So (oder so ähnlich) könnte es auch kommendes Wochenende vom Sportplatz des FC Teutonia in München klingen, wenn dort zum 15. Mal das Fußballturnier Coppa Oliva unter Architektinnen und Architekten ausgetragen wird. Am Samstag, 14. Juli 2018, ab 9.30 Uhr kommen 26 angemeldete Mannschaften zusammen und spielen in 15-Minuten-Begegnungen um den Pokal. Mit dabei sind unter anderem Behnisch Architekten, CL MAP und Auer Weber. Ein Team besteht aus sechs Spielern plus Torwart, wobei zu jeder Zeit auch eine Spielerin pro Team auf dem Feld stehen muss. Organisiert wird das Ereignis vom Zweitplatzierten aus dem vergangenen Jahr: steidle architekten. Sowohl Turnier als auch Siegerehrung sind öffentlich. Für die anschließende Party sorgt das Team von Allmann Sattler Wappner. Termin: Samstag, 14. Juli 2018 Ort: FC Teutonia, Schwere-Reiter-Straße 13, 80637 München
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Kategorien: Architektur

Architektinnen im Mittelpunkt - FIN-GER Architekturbiennale in Würzburg

Fr, 06.07.2018 - 15:30


06.07.2018
Architekturbiennalen gibt es nicht nur in Venedig, sondern überall auf der Welt. Ein besonderes Format bietet die FIN-GER Architekturbiennale, die nicht etwa eine Ode an das praktische Körperteil sein soll, sondern herausragende finnische und deutsche Architektur präsentiert und dieses Jahr abermals in der Residenz in Würzburg stattfindet. Am Dienstag, 10. Juli 2018 wird die Schau feierlich im dortigen Fürstensaal eröffnet. In diesem Jahr hat sie die sieben Architektinnen des finnischen Büros MER Architects im Fokus. Die jungen Frauen werden ausgewählte Projekte in einem Werkbericht vorstellen und im Anschluss den Goldfinger-Preis entgegennehmen, der eigens vom Veranstalter der Biennale, dem finnisch-deutschen Concept Store FIN-GER, ins Leben gerufen wurde. Anschließend zieht die Veranstaltung auf das Bürgerbräu Gelände, wo die von MER konzipierte Ausstellung im FING-GER Concept Store dann für den Zeitraum von zwei Wochen zu sehen sein wird. Vortrag: Dienstag, 10. Juli 2018, 19 Uhr Ort: Fürstensaal der Residenz, Residenzplatz 2, 97070 Würzburg Eröffnung Biennale: Dienstag, 10. Juli 2018, 21 Uhr Ausstellung: Dienstag, 10. Juli bis Dienstag, 24. Juli 2018 Ort: FIN-GER Concept Store...
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Kategorien: Architektur

Postindustriell in Toronto - Ziegelfabrikumbau von LGA Architectural Partners

Mo, 02.07.2018 - 15:40


02.07.2018
Die Evergreen Brick Works in Toronto, ein Gemeinschafts- und Umweltzentrum in einer ehemaligen, seit 1984 nicht mehr genutzten Ziegelfabrik, besteht bereits seit 2010. Kürzlich wurde hier eine große Fabrikhalle, das Gebäude 16, das ursprünglich zur Trocknung und zum Brand der Ziegel genutzt wurde, von LGA Architectural Partners (Toronto) umgebaut. Die Eröffnung des umgebauten Industriebaus, der aus den 1950er Jahren stammt, fand im Mai 2018 statt. Der Bauherr Evergreen ist eine Non-Profit Organisation, die sich mit der Transformation von städtischen Räumen für Zwecke der Gemeinschaft beschäftigt. Das Gesamtgelände, dessen Masterplan von Diamond Schmitt Architects stammt, wird vielfältig genutzt. Für Workshops und Festivals und für Veranstaltungen mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimawandel. Dem Gebäude 16 war dabei bisher wenig Beachtung geschenkt worden, obwohl es das größte Gebäude des ehemaligen Industriekomplexes ist und unter Denkmalschutz steht. Es liegt im Hochwassergebiet, das Dach war teilweise nicht mehr vorhanden, so dass Witterung und Überschwemmungen ihm stark zugesetzt hatten. Die Architekten arbeiteten für den Umbau mit öffentlichen Behörden,...
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Kategorien: Architektur

Jetzt ans Eis denken - Salzlagerhalle in Geislingen von Vautz Mang Architekten

Mi, 20.06.2018 - 12:30


19.06.2018
Salz greift aggressiv die meisten Baustoffe und Materialien an. Doch auf den nachwachsenden Rohstoff Holz hat es eher eine konservierende Wirkung. Diesen Effekt verwenden Vautz Mang Architekten (Stuttgart) für die Salzhalle der Stadtmeisterei in Geislingen, für die sie eine Mischkonstruktion aus Holz und Stahlbeton entwickeln. Vor allem für die offenen und hohlraumfreien Bauelemente im Innenraum setzen sie geklebte Holzwerkstoffe ein. Schüttwände, Stützen wie auch die Dachbinder sind in Brettschichtholz ausgeführt. Diese BSH-Konstruktionen liegen auf Stahlbetonlinsen auf. In der gesamten Konstruktion wurde der Einsatz von Stahlverbindungen weitgehend reduziert. Eine Fassade aus salzbeständigen PVC-Wellplatten schützt das gelagerte Salz vor Wind und Wetter. Die Aussteifung der Hülle erfolgt über die eingespannten Stützen und die Dachscheibe. Öffnungen an Fassadenanschlüssen und im Tor sorgen für eine natürliche Belüftung der Halle und unterbinden Kondensation. Durch die offenen und hohlraumfrei entworfenen Bauelemente gelangt kein Salz mehr in die Konstruktion, die darum hoffentlich noch viele Winter frei von Bauschäden bleibt. (ksc) Fotos: Martin Duckek
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