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Aktualisiert: vor 3 Wochen 4 Tage

Kirche und Gemeindehaus - Neubau und Sanierung von VON M in Kehl

Do, 11.07.2019 - 11:14


03.07.2019
Öffnen wolle sich die Kirchengemeinde, auch anderen Veranstaltungen Raum geben, nicht nur den klassischen Gottesdienst abhalten. So steht es in der Projektbeschreibung. Man merkt, dass die Kirchen um ihren Erhalt, ihre wirtschaftliche Grundlage bangen. Die Schäfchen laufen massenhaft davon, vielerorts wird umstrukturiert. Um Geld einzusparen, die Verwaltung zu verschlanken, effizienter zu arbeiten. So auch in Kehl, dem Grenzstädtchen zu Frankreich bei Straßburg. Aus einst vier Gemeinden wurde eine, zentraler Ort der Kehler Protestanten ist jetzt die Christuskirche, ihres Zeichens älteste Kirche der Stadt. Aus diesem Grund erhielt der 1822 von Kirchenarchitekt Hans Voß erbaute Sakralbau für 2,5 Millionen Euro nicht nur eine umfangreiche Sanierung, sondern auch ein neues Gemeindehaus. Voß ist ein Schüler Friedrich Weinbrenners (1766-1826), der mit seinem klassizistischen Stil viele Städte im Südwesten Deutschlands prägte. Verantwortlich für die aktuelle Planung ist das Stuttgarter Büro VON M, die sich 2013 im Wettbewerb durchsetzten. Ziel war es, die gesamte Anlage aus Kirche, Gemeindezentrum und dem sogenannten Haus der Kirche neu zu ordnen, der kompakte, eingeschossige Neubau...
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Kategorien: Architektur

Buchtipp: Unheimliche Orte - Naypyitaw. An Approach

So, 07.07.2019 - 14:54


03.07.2019
Die zwischen 2002 und 2012 gebaute Planstadt Naypyitaw ist bekannt für ihre ungewöhnliche Kombination von großer Fläche und niedriger Einwohnerdichte. Sie wird oft in einer Reihe mit anderen Planstädten wie Brasilia, Canberra, Islamabad, Putrajaya oder Astana genannt, die allesamt entstanden sind, um die Regierungsarbeit effizienter erledigen zu können. Dennoch unterscheidet sich Naypyitaw stark von den anderen Planstädten: Auf den ersten Blick so scheint es, als wäre die Stadt vorsorglich mit sehr viel Platz für künftiges Wachstum gebaut worden, aber dass eben diese Zukunft noch auf sich warten lässt. Die imposante Leere der kaum befahrenen vier- bis zehnspurigen highwayähnlichen Straßen, die sich durch das weitläufige, nur aus Abstandsgrün bestehende Stadtgebiet ziehen, die vereinzelten Rohbauten, die man von eben diesen Straßen sehen kann und die Absperrungen der Militärpolizei sind wesentliche Stilelemente, mit denen die Regierung seit 2005 versucht, die Militärhegemonie trotz der vermeintlich demokratischen Öffnung aufrecht zu erhalten. Es gibt nur wenige, vor allem kaum unabhängige Publikationen über Naypyitaw, und von offizieller Seite aus ist man bemüht, möglichst wenig...
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Kategorien: Architektur

Winkel auf drei Beinen - Hochhaus von Ron Arad Architects in Tel Aviv

Do, 04.07.2019 - 19:12


02.07.2019
Auf den ersten Blick glaubt man nicht, dass es sich bei diesem kürzlich in Tel Aviv fertiggestellten Hochhaus lediglich um die kleine Nummer 2 handelt. Mit seinen 28 Geschossen, die sich über einem winkelförmigen Grundriss mit einem komplexen Volumen in den Himmel schieben, macht es auch jetzt schon Eindruck. Ron Arad Architects (London) haben es unter der Projektleitung von Asa Bruno entworfen, die Umsetzung erfolgte in Zusammenarbeit mit Avner Yashar Architects (Tel Aviv), als Ingenieure waren Buro Happold und David Engineers beteiligt. Das Bürohochhaus ist Teil eines Entwicklungsprojekts namens Totseret Ha-Arets, das auf einem knapp zwei Hektar großen Grundstück in Zentrumslage unweit des Bahnhofs HaShalom entsteht. Das nun fertiggestellte Hochhaus umfasst 53.000 Quadratmeter Geschossfläche, ein 70-Geschosser mit 140.000 Quadratmetern ist gerade in Planung. Das Ganze ist ein Joint Venture von zwei der größten israelischen Immobilienfirmen. Es sind zwei Eigenschaften, die schon das kleinere Hochhaus zur Landmarke machen. Da wären zum einen die drei schmalen Füße, auf denen die Struktur steht. Und zum anderen das an- und wieder abschwellende Volumen mit den markanten, für...
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Kategorien: Architektur

Frontalangriff auf die Baukultur - Europäischer Gerichtshof kippt HOAI

Do, 04.07.2019 - 15:42


04.07.2019
Seit 2015 haben die Bundesarchitektenkammer und die Bundesregierung im Vertragsverletzungsverfahren mit der EU gekämpft, jetzt ist die Sache gegen die Hoffnung vieler Planer*innen und auch gegen die Baukultur in Deutschland ausgegangen: Mit seinem heutigen Urteil hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die Mindest- und Höchstsätze der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) nicht mehr verbindlich vorgeschrieben werden dürfen. Wie die Bundesarchitektenkammer (BAK) mitteilt, begründet der Gerichtshof seine Entscheidung mit der 2006 verabschiedeten EU-Dienstleistungsrichtlinie. Gemäß dieser Richtlinie solle in einem freien europäischen Binnenmarkt der Wettbewerb grundsätzlich auch über den Preis möglich sein. Etwas anderes gelte nur, wenn das verbindliche Preisrecht zwingend erforderlich ist, um höherrangige Güter wie Leben oder Gesundheit zu schützen. Dass eine verbindliche Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen genau diese Anforderungen erfüllt und somit ein wichtiger Bestandteil einer ganzen Reihe qualitätssichernder Regelungen ist, hatte, so die BAK, die Bundesregierung in ihren Verhandlungen mit der EU ausführlich dargelegt. BAK-Präsidentin...
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Kategorien: Architektur

Wärme und Reduktion - Holzhochhaus in Brisbane von Bates Smart

Mi, 03.07.2019 - 15:14


03.07.2019
Zehn Stockwerke, 45 Meter und konsequent offene Grundrisse: Im letzten Herbst wurde in Brisbane die bisher größte Holzkonstruktion Australiens eröffnet. Das Bürohochhaus stammt von Bates Smart mit Niederlassungen in Sydney und Melbourne. Den Architekten, die auch die Australische Botschaft in Washington geplant haben, gelang eine interessante Balance aus Glasarchitektur und sichtbarer Holzbauweise. Das Projekt entstand für die Impact Investment Group, die sich soziale Verantwortung auf die Fahnen schreibt. Bei der Konstruktion wurde Brettschichtholz mit Brettsperrholz kombiniert und mit einem offenen Deckensystem gearbeitet. Dank zweigeschossiger Lufträume zur Auflockerung des Volumens werden insbesondere auch die Unterzüge aus Brettschichtholz inszeniert. Im Erdgeschoss sind es eindrucksvolle V-Stützen, die das Hauptmaterial erkennen lassen. Die Aufzug- und Treppenhauskerne sind aus Beton, um sie herum erfolgte der Bau nach einem modularen Prinzip. Insgesamt entstand eine Geschossfläche von rund 15.000 Quadratmetern, für die 6.300 Kubikmeter Holz benötigt wurde. Die Umsetzung erfolgte in 15 Monaten, was die Architekten auch auf die konsequent zum Einsatz kommende Vorfertigung...
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Kategorien: Architektur

The Language of MVRDV - Ausstellung in Innsbruck

Mi, 03.07.2019 - 15:12


03.07.2019
2019 scheint ein gutes Jahr für MVRDV zu sein: Im architektonisch florierenden Taiwan wurde der Grundstein für eine weitere Markthalle nach Plänen des Büros gelegt, und in Kiel ist ein ganzes Stadtquartier in Hafennähe in Vorbereitung. Zudem sind Winy Maas und Kollegen mit einer Vorabrecherche für die im nächsten Jahr startende Manifesta 13 in Marseille beschäftigt. Da passt es, dass das Innsbrucker aut. den Architekt*innen nun eine Ausstellung widmet. Ab Freitag, 5. Juli 2019 bietet das Tiroler Architekturzentrum einen Streifzug durch das Schaffen des 1993 von Maas, Nathalie de Vries und Jacob van Rijs gegründeten Büros. Von den Anfängen in Rotterdam, darunter das erste Wohnbauprojekt WoZoCo in der niederländischen Hauptstadt und der Expo2000-Pavillon Holland Creates Space in Hannover, bis zu internationalen Groß- und Städtebauprojekten, die die mittlerweile über 250 Mitarbeiter*innen auch von Shanghai und Paris aus konzipieren. Vier Türme, die die ehemaligen Sudkessel der zum Ausstellungsort umgenutzten Brauerei räumlich transformieren, greifen jeweils ein Thema der Arbeitsmethodik von MVRDV auf. Der Rückblick soll zentrale Fragen der Gestaltung unserer Zukunft aufwerfen:...
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Kategorien: Architektur

Arts-and-Crafts im Stahlkokon - Temporäre Schutzhülle für schottisches Baudenkmal von Carmody Groarke

Fr, 28.06.2019 - 15:36


28.06.2019
Das 1904 für den schottischen Verleger Walter Blackie und seine Familie errichtete Hill House im westlich von Glasgow gelegenen Helensburg ist eines der bedeutendsten schottischen Denkmäler und gilt als das Meisterwerk des Architekten Charles Rennie Mackintosh. Anstelle der damals üblichen dekorativen Gestaltung im viktorianischen oder edwardinischen Stil entwarf er das Gebäude mit einer glatt verputzten, einheitlichen Fassade auf Basis von Portlandzement. Der damals neue und von Mackintosh noch experimentell eingesetzte Baustoff gilt als der Wegbereiter für die massenhafte Verwendung von Beton in der Moderne. Regen und Wind haben die Wände des in Küstennähe liegenden Bauwerks jedoch brüchig werden lassen. Das Hill House leidet seit Jahren unter starkem Feuchtigkeitseinritt, der mittlerweile auch die Struktur des Gebäudes gefährdet. Es muss dringend saniert werden, auch um sein bedeutendes, von Mackintosh selbst entworfenes Interieur zu erhalten. Der National Trust for Scotland, heutiger Eigentümer des Bauwerks, rief daher ein über zehn Jahre angelegtes Sanierungsprogramm auf den Plan und beauftragte das Büro Carmody Groarke (London) damit, eine temporäre Schutzhülle für das Haus...
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Kategorien: Architektur

+++ Alle Architektur-Meldungen im BauNetz +++

Di, 25.06.2019 - 16:43
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Kategorien: Architektur

Wohnen auf der Mall - Forum City von LEVS in Jekaterinburg

Di, 18.06.2019 - 15:58


18.06.2019
Von LEVS architecten hörte man kürzlich aus Den Haag. Jenseits der Niederlande ist das Amsterdamer Büro aber vor allem in Russland tätig. In Tomsk oder Kazan beteiligen sie sich an großen Wohnkomplexen. Im Zentrum von Jekaterinburg bauen LEVS architecten gerade ein Ensemble mit 586 Wohnungen, einer Shopping Mall sowie Räumen für medizinische Einrichtungen und eine Kita auf einer Fläche von 103.000 Quadratmetern. Bereits 2016 beauftragte die Forum Group, einer von Russlands größten Entwicklern, das Büro mit der Realisierung dieser kleinen Stadt innerhalb der Stadt. Spätestens 2022 soll das Großprojekt fertig sein, das die Forum Group mit der Namensgebung Forum City wohl auch als enormes Branding-Projekt versteht. Aus Fußgängerperspektive wirkt die Forum City als Block. Über der Mall, die sich über das gesamte Grundstück zieht, erheben sich neun Türme mit acht bis dreißig Stockwerken und geben dem Ensemble eine städtische Skyline. Die Architekten bringen darin Wohnungsformate von 46 bis 144 Quadratmetern Fläche unter. Auf dem Dach der Mall legen LEVS begrünte Plätze an. Die Landschaftsarchitekten S&P Architektura Krajobrazu (Warschau) verbinden diese auf verschiedenen Ebenen...
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Kategorien: Architektur

Räume für die Nachbarschaft - Stiftungssitz bei Barcelona von b720 Fermín Vázquez Arquitectos

Di, 18.06.2019 - 15:56


18.06.2019
Die Fundació Germina ist eine Stiftung mit Sitz in Barcelona, die Programme für Kinder, Jugendliche und Familien aus sozial benachteiligten Verhältnissen anbietet. In einer einkommensschwachen Gegend von Badalona, einer ehemaligen Industriestadt im Nordosten von Barcelona, haben b720 Fermín Vázquez Arquitectos (Barcelona/Madrid) den neuen Hauptsitz der Stiftung geplant. Die Lage ist kein Zufall, denn auch die Nachbarschaft und lokale Initiativen sollen in die Arbeit der Fundació Germina einbezogen werden und von eben dieser profitieren. Die Architekten haben die Erdgeschosse der beiden Bestandsbauten auf dem von der Stiftung gekauften Grundstück umgebaut und einen sechsgeschossigen, grau verputzten Neubau dazwischengefügt. Die so entstandene dreiteilige Konfiguration nimmt symbolisch Bezug auf die drei Altersgruppen, für die die Stiftung Räume zum Treffen und verschiedene Kurse anbietet. Darüber hinaus gibt es Nachmittagsbetreuung für Schulkinder, Beratung für Familien und Unterstützung für Jugendliche, um diese auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Die Gemeinschaftsräume mit Küche liegen im Erdgeschoss direkt am Haupteingang. Eine Holzverkleidung zieht die fragmentierten...
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Kategorien: Architektur

Bootsskelett in Kristiansand - Helen + Hard planen Hafenmuseum

Mi, 12.06.2019 - 15:17


12.06.2019
Fischerboote gab es in Südnorwegen einst wie Sand am Meer, die Menschen lebten seit jeher vom Fischfang. In kleinen, hölzernen Booten schipperte man zum Fang hinaus. Heute sind die Boote größer, die Fangmethoden moderner, mit kleinen Holzbooten fährt kaum noch ein Fischer raus. Im Museumshafen von Kristiansand aber ankern die historischen Holzboote noch. Und ein neuer Ausstellungsort soll künftig auch ihren Geschichten Raum geben. Der Entwurf dafür stammt von Helen & Hard Architects (Stavanger/Oslo), Auftraggeber ist das Vest-Agder-Museum, zu dem auch der schon bestehende, kleine Museumsbau nebenan gehört. Das neue Museum, das von Kulturbauten wie einer Kunstschule und dem Kilden Performing Arts Centre umgeben ist, soll zum Knotenpunkt auf der Kristiansand vorgelagerten Insel Odderøya werden. Das Bild findet sich auch im Namen des Projekts wieder: Navet bedeutet so viel wie Knoten. Dieser sei zudem für das tektonische, konstruktive und räumliche Konzept bestimmend, so die Architekt*innen. Vorbild waren, natürlich, Holzboote. Nimmt man ein Boot auseinander und entfernt die Planken, bleibt nur das Gerippe stehen. Einem solchen Bootsskelett nachempfunden, biegen sich die Holzbalken...
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Kategorien: Architektur

Gewissenhaft und schonungslos - Werner Durth zum 70. Geburtstag

Mo, 20.05.2019 - 15:51


17.05.2019
Der Architekt, Soziologe und Architekturhistoriker Werner Durth feiert heute seinen 70. Geburtstag. Als Architekt zeichnete er unter anderem zusammen mit Günter Behnisch für den Neubau der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin verantwortlich. Maßgebend ist Durth seit den 1970er Jahren insbesondere durch seine Schriften: Mit den zum Teil extrem umfangreichen Studien zu Themen der Architektur und des Städtebaus im 20. Jahrhundert und seiner prononcierten Sprache zählt er zu den wichtigsten Architekturtheoretikern der Gegenwart. Durth studierte Architektur und Stadtplanung an der TH Darmstadt, zudem Soziologie und Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und an der TH Darmstadt. 1981 erhielt er eine Professur für Umweltgestaltung an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ab 1993 war er Direktor des Instituts Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen (IGMA) an der Universität Stuttgart. Von 1998 bis zu seiner Emeritierung 2018 lehrte er Geschichte und Theorie der Architektur an der Technischen Universität Darmstadt. Neben seiner Lehrtätigkeit war er Mitherausgeber der Zeitschriften ARCH+ und Stadtbauwelt. Die Schriften Durths prägen eine...
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Kategorien: Architektur

Betonschatz an der Ems - Denkmalschutz für Rathaus Greven von Dieter Oesterlen

Mi, 15.05.2019 - 16:47


15.05.2019
Von Stefan Rethfeld Das Rathaus im westfälischen Greven entstand 1971-73 nach Plänen von Dieter Oesterlen (1911-94), einem der prägenden Architekten der Nachkriegsmoderne in Deutschland. Nun hat sich die Gemeinde entschieden, den brutalistischen Signalbau mit seinem kühn über dem Bürgersteig schwebenden Ratssaal unter Denkmalschutz zu stellen und zu sanieren. Ein glücklicher Zwischenstand in einer jahrelang geführten Debatte. Ein modernes Rathaus sollte es werden: Bereits 1958 erkannte man die Notwendigkeit für den zentralen Neubau in der heute rund 38.000 Einwohner zählenden Gemeinde Greven an der Ems bei Münster. Doch erst 1968 fand ein öffentlicher Architekturwettbewerb statt, zu dem neben Dieter Oesterlen (Hannover) auch Kurt Peter Kremer (Bochum), Peter Poelzig (Duisburg), Roland Ostertag (Stuttgart) geladen wurden. Ausgeschrieben war ein offenes Gebäude, das in der Höhenstaffelung Rücksicht auf die St. Martinus-Kirche nimmt und ein gewisses Maß an Repräsentation in Form und Material aufweist. Unter der damaligen Leitung von Egon Eiermann würdigte das Preisgericht schließlich den Entwurf von Oesterlen mit dem ersten Preis. Und die Stadt bekam nicht nur einen Bau, sondern ein...
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Kategorien: Architektur

Wie gedruckt - Funke Medienhaus von AllesWirdGut in Essen

Do, 11.04.2019 - 19:21


02.04.2019
Mehrere ambitionierte Großprojekte für Medien- und Verlagshäuser werden aktuell in Deutschland geplant, gebaut und fertiggestellt: In der Hauptstadt wurde erst kürzlich der TAZ-Neubau von E2A bezogen, während der Springer-Campus von OMA sowie das Suhrkamp-Ensemble von Bundschuh noch im Bau sind. In Frankfurt am Main erhielt die FAZ-Verlagszentrale von Eike Becker die erste Baugenehmigung. Und in Essen wiederum arbeiten bereits seit Anfang 2019 rund 1.000 Mitarbeiter*innen der FUNKE Mediengruppe in ihrer neuen Firmenzentrale im Herzen der Ruhr-Metropole. In dem rund 37.000 Quadratmeter großen Gebäude werden zwölf Regionalzeitungen produziert, darunter die WAZ. Der Entwurf des Wiener Architekturbüros AllesWirdGut wurde im Rahmen eines geladenen Wettbewerbs erarbeitet und geht zurück auf das Jahr 2012. Das neue Medienhaus steht im Westviertel der Stadt, auf dem 13 Hektar großen Areal des ehemaligen Güterbahnhofs. Die Gegend wird seit dem Jahr 2000 kontinuierlich zum neuen Universitätsviertel Grüne Mitte Essen umgebaut. Das fertiggestellte Funke Mediahaus bildet dessen Schlussstein am Berliner Platz und liegt in unmittelbarer Nähe zur Universität ebenso wie zur Innenstadt. Es besteht...
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Kategorien: Architektur

Politisches Barometer - Ines Weizman über das XIV. Internationale Bauhaus-Kolloquium in Weimar

Di, 09.04.2019 - 17:30


09.04.2019
Ab morgen, Mittwoch, 10. April findet das Internationale Bauhaus-Kolloquium in Weimar statt. Das Kolloquium hat eine lange Geschichte, die eng mit der Rehabilitierung der Schule in der DDR Mitte der 1970er-Jahre zusammenhängt. BauNetz sprach mit Ines Weizman, Professorin für Architekturtheorie an der Bauhaus-Universität Weimar, die die Konferenz bereits zum zweiten Mal leitet. Frau Weizman, das ganze Jahr über finden unendlich viele Veranstaltungen zum Bauhaus statt. Warum sollte ich ausgerechnet nach Weimar zum Internationalen Bauhaus-Kolloquium kommen? Sie haben recht, das XIV. Internationale Bauhaus-Kolloquium ist etwas für Kenner der Bauhausgeschichte. Die Rezeptionsgeschichte ist dabei genauso interessant wie die Geschichte des Bauhauses selbst. Bis Anfang der 60er Jahre was das Thema in der DDR und in den sozialistischen Ländern weitestgehend ein Tabu. Und übrigens auch im Westen war es in der Nachkriegszeit kein wirklich etabliertes Forschungsthema. Gerade weil die Schule sich nach 1933 in alle Welt verstreut hatte und man sich für eine tiefergehende Forschung nicht nur über die Grenzen des Kalten Krieges, sondern auch durch das verminte Dickicht der jeweiligen Ideologien,...
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Kategorien: Architektur

Ausguck im Muminwald - Baumhäuser von Espen Suvernik in Norwegen

Di, 02.04.2019 - 15:56


02.04.2019
Im norwegischen Østlandet befindet sich ein Teil des großen Waldgebiets Finnskogen, das sich hinter der schwedischen Grenze fortsetzt. Der Name bezieht sich auf finnische Einwanderer, die sich im 17. Jahrhundert in der Gegend niedergelassen hatten. In der dortigen Provinz Hedmark, nahe der schwedischen Grenze und nur zwei Stunden von Oslo entfernt, stehen nun zwei seltsam anmutende Baumhäuser. Der Entwurf für diese anmietbaren Rückzugsorte stammt vom Osloer Architekten Espen Survenik. Die je 40 Quadratmeter großen, aufgeständerten Nurdachhäuser lassen sich über runde Treppentürmen erreichen, die über eine Brücke mit dem Baukörper verbunden sind. Die mit dunklen Zinkplatten gedeckten Häuser sollen an skandinavische Feuerwachtürme erinnern. Ein Hauptanliegen des Architekten war es jedoch, spezifische Objekte für diesen Wald zu entwickeln. Dabei lieferten ihm die berühmten Mumin-Geschichten der finnlandschwedischen Illustratorin und Autorin Tove Jansson die Inspiration, die von mystischen Waldlandschaften mit kleinen, gemütlichen Häuser erzählen. In jedem Baumhaus können sechs Personen übernachten, in die Innenwände integrierte Klappbetten sorgen bei Bedarf für mehr Schlafplatz. Jede...
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Kategorien: Architektur

Klare Stimme des reichen Erbes - Restaurierter Palast in Doha eröffnet

Do, 28.03.2019 - 18:09


28.03.2019
Heute feiert Katar die Eröffnung seines Nationalmuseums in der Hauptstadt Doha. Während alle Augen auf die spektakuläre Architektur von Ateliers Jean Nouvel gerichtet sind, eröffnet mittendrin nun auch das Hauptexponat des Museums: der alte Herrscherpalast von Scheich Abdullah bin Jassim Al Thani, dem Sohn des Gründers des modernen Katar. Unter Leitung von Sylvain Rocher und Andreas Pohl vom Büro ZRS Architekten Ingenieure (Berlin) wurde die Anlage denkmalgerecht saniert. Die Arbeiten, die zeitgleich mit dem Neubau begonnen hatten, sind zwar bereits seit Ende 2014 abgeschlossen, doch mit der Eröffnung wartete man auf die Fertigstellung des Neubaus, der sich mehrere Jahre verzögert hatte. Die Geschichte des Herrscherpalastes geht auf drei Bauabschnitte zwischen 1880 und 1972 zurück. Früher lebte in dem Komplex mit seinen elf Gebäuden, der auch Regierungssitz war, die königliche Familie. Mitte der 70er Jahre richtete man hier das erste Nationalmuseum in den arabischen Ländern ein, stellte Vitrinen in die Wohnräume und erzählte die Geschichte des jungen Landes. Das Museum erhielt damals einen Preis in der allerersten Runde des frisch gegründeten Aga-Khan-Award für Architektur im...
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Kategorien: Architektur

Instrumente in der Landschaft - Johansen Skovsted Arkitekter auf Jütland

Do, 14.03.2019 - 10:06


13.03.2019
Die Halbinsel Tipperne liegt im südlichen Teil des Ringkøbing Fjords, dem größten Brackwassersee an der Küste Dänemarks. Das Feuchtbiotop ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel und beherbergt Europas älteste Vogelzählstation. Lange war der Zutritt zu diesem Vogelschutzgebiet sehr begrenzt, nun wurde es für Besucher geöffnet. Aus diesem Anlass entwarfen Johansen Skovsted Arkitekter (Kopenhagen) unter Mitwirkung von Bertelsen & Scheving Arkitekter (Kopenhagen) und im Auftrag von The Danish Nature Agency drei solitäre Kleinbauten: einen Aussichtsturm, ein Beobachtungsversteck und eine Werkstatt. Diese verteilen sich wie abstrakte Forschungsinstrumente im Gelände, so die Architekten in ihrer Projektbeschreibung. Des Weiteren wandelten sie ein schon vorhandenes Tipper House in ein Besucher- und Forschungszentrum um. Das Bestandsgebäude wurde originalgetreu renoviert und um wenige, subtil gesetzte Elemente erweitert. Die einzige äußerlich sichtbare Intervention ist eine Rampe zum Eingang, im Inneren wurden Balken und Stützen ausgetauscht und teils neu hinzugefügt, um die tragenden Wände zu verstärken. Der im Obergeschoss unterm Dachgiebel befindliche Arbeits- und Rückzugsbereich für...
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Kategorien: Architektur

Forschen in Zeuthen - Wettbewerb für Neubauten des DESY entschieden

Mi, 13.03.2019 - 16:52


13.03.2019
Das Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY in der Helmholtz-Gemeinschaft mit Sitz in Hamburg und Zeuthen ist eine Einrichtung für naturwissenschaftliche Grundlagenforschung und eines der weltweit führenden Labore bei der Entwicklung und dem Bau von Teilchenbeschleunigern. Nach der deutschen Wiedervereinigung vergrößerte sich das DESY um den zweiten Standort im brandenburgischen Zeuthen südöstlich von Berlin. Seit Anfang dieses Jahrzehntes planen die Verantwortlichen, den Zeuthener Campus des DESY zu einem weltweit relevanten Zentrum der Astroteilchenphysik auszubauen. Mit der 2016 getroffenen Entscheidung, das Science Data Management Centre (SDMC) für das Zukunftsprojekt Cherenkov Telescope Array nach Zeuthen zu holen, wurde ein zweiphasiger Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren organisiert. In der ersten Phase nahmen zwanzig Büros teil, in der zweiten noch acht. Aufgabe war die Entwicklung eines Masterplans für den DESY-Forschungscampus samt dreier Neubauten für SDMC, Kantine und Schulungs- und Kooperationsprogramm. Betreut wurde das Wettbewerbsverfahren von dem Berliner Büro C4C competence for competitions. Am Montag, 11. März 2019 wurde die zweite Wettbewerbsrunde...
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Kategorien: Architektur

Starke Ziegelbalken - Schulerweiterung von Bez + Kock in Greven

Mi, 13.03.2019 - 14:50


13.03.2019
Im westfälischen Greven haben Bez + Kock (Stuttgart) einen Neubau für das städtische Gymnasium Augustinianum realisiert. Der eigenständige Schultrakt für Physik und Chemie geht auf einen Wettbewerb aus dem Jahr 2015 zurück, in dem die Architekten mit dem Entwurf eines reduzierten Ziegelbaus den ersten Platz erreichten. Der Solitär zwischen dem Hauptgebäude aus den 1960er-Jahren und der Sporthalle ist seit 2018 Teil des Schulareals. Es handelt sich um einen minimalistischen und robusten Bau mit Sichtmauerwerk aus hellbraunen Wasserstrichziegeln, der sich in die Ziegelbautradition der westfälischen Region einfügt. Auf der Schulhofseite ist das Erdgeschoss im Eingangsbereich als Galerie verglast. Die Fassade des Obergeschosses erzeugt durch das geschlossene und schwere Mauerwerk eine große Flächenwirkung. Diese Zweiteilung wird durch das markante Vordach unterstützt, das gleichzeitig die Eingangssituation kennzeichnet. Der Bau sprengt seine kubische Form zu drei Seiten durch auskragende Wandelemente, nach vorne durch das Vordach, nach oben durch eine Attika und zur Straßenseite durch einen Dachüberstand. Im Inneren entwickelten die Architekten eine klare Erschließung und...
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