eOffice_die Wandlung des Büros

eOffice_die Wandlung des Büros

Diplomarbeit (bereits aus dem Jahr 2005) by_Mark Pupke, Dipl.-Ing. (FH) Architekt

eOffice_Büro der Zukunft oder besser gesagt bereits der Gegenwart.
Ein neues Bürozeitalter ist angebrochen und man merkt es immer deutlicher, dass wir in einer sehr schnelllebigen Zeit leben.
Was vor 10 oder 15 Jahren noch Bestand und Charakter hatte, ist heute out oder schon lange nicht mehr anwendbar.
Früher brauchte ein Brief von Europa nach Australien mehrere Wochen, heute sind wir mit einem Mausklick per Videokonferenz mit Personen auf der ganzen Welt verbunden.
Email, SMS, Whatsapp usw... gehören für die heutigen Kinder schon zum Alltag.

Kommunikation, Teamfähigkeit und Flexibiltät rücken in den Mittelpunkt und sind Hauptbestandteile des neuen eOffice.

Wir können aus der Natur lernen, die Bienen zeigen uns, was es heißt effektiv und vernetzt miteinander zu arbeiten.

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Mobilität - Bewegung

Wir leben in einer automobilen Welt. Noch nie fuhren so viele Autos auf deutschen Straßen wie heute - und wenn die Prognosen recht behalten, wird ihre Zahl weiter zunehmen. Seit den 50er Jahren stieg die Anzahl der Pkw von drei Millionen in den alten Bundesländern auf heute rund 44 Millionen Fahrzeuge in ganz Deutschland. Obwohl künftig die Bevölkerung nur gering wachsen wird, sollen die Autozahlen bis zum Jahr 2020 auf 48 bis 52 Millionen Fahrzeuge klettern, vermutet eine Shell-Studie vom August 2001.

Unsere Zeit ist schnelllebig geworden und alles ist in Bewegung.

Jeder Mensch will möglichst selbständig und frei beweglich, also mobil, sein. Gerade das Automobil ist für viele Menschen zum Symbol gesellschaftlicher Teilhabe und Unabhängigkeit geworden.
Mobilität ist ein grundlegendes Bedürfnis einer modernen Gesellschaft und Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg, gesellschaftlichen Wohlstand und Zufriedenheit der Menschen.

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Beim Cappuccino werden die ersten Neuigkeiten ausgetauscht und weitere Kontakte vertieft. Das gemeinsame Trinken oder Essen stärkt das Gemeinschaftsgefühl und ermöglicht einen informellen Austausch. Zeitschriften und Magazine laden Mitarbieter und Besucher zum kurzen Verweilen und Entspannen ein. Das Warten auf den Cafe gibt Gelegenheit zum informellen Gespräch.

Besprechungen und Meetings nehmen in den meisten Unternehmen deutlich zu. In geeigneten Räumen finden offizielle Präsentationen statt oder werden formelle Informationen weitergegeben. Hier ist der Ort für wichtige zentrale Projektdiskussionen und für Entscheidungen.

Herkömmliche Büromöbel waren für Angestellte gedacht, die Tag für Tag, Woche für Woche, am selben Schreibtisch derselben Aufgabe nachgingen. Die Arbeitsweise hat sich aber gewandelt. Die Aufgaben der Büroarbeiten werden immer anspruchsvoller. Vom einzelnen wird erwartet, dass er eine Reihe von verschiedenen Aufgaben löst und dabei mit einer Reihe von verschiedenen Teammitgliedern zusammenarbeitet.  
Es ist ein frischer Ansatz bei der Büroeinrichtung, mit leichter, offener Architektur und transparenten, wandlungsfähigen Formen. Es wurde im Hinblick auf neue, flexible Arbeitsformen und eine optimale Nutzung des heutigen Büroraums entwickelt. Das Kernkonzept des Systems wurzelt in den Werten Komfort, Anpassungsfähigkeit und Einfachheit.
Dieses System erlaubt den Büronutzer, seinen Arbeitsplatz jederzeit umzustellen und zu verändern, um einer Vielzahl täglicher Bürosituationen gerecht zu werden.

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Montag morgen ist nicht mehr das, was er mal war.

Die Büroarbeit von heute sieht nicht mehr so aus, dass jeder einen festen Arbeitsplatz hat.

Jeder Mitarbeiter erhält einen Caddy, in dem er seine persönlichen Dinge aufbewahren kann.
Morgens holt er diesen ab, sucht sich einen für ihn geigneten Arbeitsplatz, meldet sich an diesem an und beginnt mit der Arbeit.
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4 wichtige Schlagwörter für den Entwurf sind:

•    Kommunikation
•    Flexibilität
•    Ökologie
•    Ökonomie

Die Gebäudestruktur des eOffice entwickelt sich aus einem Grundkubus,
aus diesem durch Subtraktion und Addition einzelener Bereiche das Gesamtkonzept entsteht.

Das Tragwerk besteht aus 3 aussteifenden Kernen, Stahlbeton–Rundstützen und
Cobiax Decken, diese ermöglichen größere Spannweiten, Gewichtsreduzierung und dadurch Materialeinsparungen.
Für das Dach ist ein Stahl-Trägerrost aus IPE Profilen geplant.

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In der Architektur wird dem natürlichen Tageslicht ein großer Stellenwert eingeräumt. Dies dokumentiert sich in architektonischen Konzepten mit erhöhter Tageslichtnutzung durch vollflächig verglaste Fassaden, glasüberdachte Atrien und Oberlichter.
Gertragen wird diese Entwicklung durch Erkenntnisse über das menschliche Wohlbefinden unter Tageslicht und seine gesundheitliche Wirkung als Taktgeber für den biologischen Rhythmus. Auch verschiedene Aspekte der Energieeinsparung spielen hierbei eine Rolle. Gleichzeitig ergeben sich aus der vermehrten Tageslichtnutzung erhöhte Anforderungen an den sommerlichen Sonnenschutz eines Gebäudes sowie den Blendschutz für Arbeitsbereiche. Diesen Aspekten dienen Tageslichtsysteme.

Sie lenken diffuses Tageslicht in die Tiefe der Gebäude und schaffen eine gleichmäßige Beleuchtungsstärke im Raum.Tageslichtsysteme schützen vor direkter Sonneneinstrahlung und damit vor einem hohen Eintrag an Wärmeenergie, insbesondere in den Sommermonaten. Schließlich vermeiden Tageslichtsysteme durch Leuchtdichtereduzierung Blendung am Arbeitsplatz und ermöglichen eine hochwertige Beleuchtung von Bildschirmarbeitsplätzen.

„Alles was ist, lebt vom Licht.“ Louis I. Kahn

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Zur Fassade

Es ist eine Doppelfassade geplant, diese bietet sich in dieser Lage und mit den gegebenen Umwelteinflüssen, wie z.B. dem Flugzeuglärm an.
Auch bietet diese die Möglichkeit der Hinterlüftung und des integrierten Sonnenschutzes an.

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Klimatisch bewirkt die Doppelfassade eine Pufferzone und schafft ein Zwischenklima, in dem hohe Temperaturdifferenzen im Sommer wie im Winter ausgeglichen werden. Elektronisch und manuell gesteuerte Lüftungsmöglichkeiten verhindern eine Überhitzung. Auch wirkt der in diesem Zwischenraum angebrachte Lamellensonnenschutz wie außenliegend.
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Gebäudetechnik und Klimatik

In der Architektur wird dem natürlichen Tageslicht ein großer Stellenwert eingeräumt.
Gleichzeitig ergeben sich aus der vermehrten Tageslichtnutzung erhöhte Anforderungen an den sommerlichen Sonnenschutz eines Gebäudes. Aus diesem Grund wird ein Tageslichtsystem in das Glasdach eingeplant.
Dieses lenkt diffuses Tageslicht in das Atrium und die Gärten des eOffice und schafft eine gleichmäßige Beleuchtungsstärke. Das Tageslichtsystem schüzt vor direkter Sonneneinstrahlung und damit vor einem hohen Eintrag an Wärmeenergie.


Betonkernaktivierung

Bei dieser Art der Bauteilkühlung erfolgt die Kühlung durch wasserdurchströmte Stahlbetondecken, die damit thermisch aktiviert werden. Dabei wird die Überschusswärme aus dem Raum abgeführt, indem die Betondecken auf Temperaturen von etwa 18 bis 21°C gehalten werden.
Die Wasserdurchströmung wird bei dem geplanten eOffice  durch Regenwasserauffangbecken gewährleistet. Den nötigen Strom für die Pumpen sowie die Vorwärmung des Wassers in den Wintermonaten übernimmt eine Photovoltaik- bzw. Solarfassade, die auf der Südseite platziert ist.


Transmissionswärmeverluste

Ein kompakter Baukörper ist Grundvoraussetzung für den niedrigen Energiebedarf eines Gebäudes, denn über die Hüllfläche gibt das Gebäude Wärme an die Umwelt ab. Das geplante eOffice hat mit einem A/V-Verhältnis, das das Verhältnis von Hüllfläche zu Gebäudevolumen und damit die Kompaktheit des Baukörpers beschreibt, von 0,18 m-1 einen sehr guten Wert.


Klimakonzept Sommer

Ein im Zwischenraum geschützt liegender Sonnenschutz verhindert die direkte Einstrahlung und damit die Erwärmung der dahinter liegenden Büroräume. Die im Zwischenraum erwärmte Luft wird durch natürliche Thermik, über steuerbare Klappen in der Außenfassade, abgeführt. Eine natürliche Lüftung des Gebäudes ist während der Sommermonate fast kontinuierlich gegeben.
Über die Betonkernaktivierung wird die natürliche Klimatisierung gewährleistet.


Klimakonzept Übergangszeit

An sonnigen Tagen erwärmt sich die Luft im Fassaden-zwischenraum. Die Wärme kann bei Bedarf durch Öffnen der Innenfenster in den Raum weitergeleitet werden.
Der Luftwechsel kann über natürliche Lüftung stattfinden.


Klimakonzept Winter

An sonnigen Tagen erwärmt sich die Luft im Fassaden-zwischenraum. Die Wärme kann bei Bedarf durch Öffnen der Innenfenster in den Raum weitergeleitet werden.
Über die Quelllüftung mit Nutzung der Erdwärme kann zusätzlich warme Luft in das Gebäude strömen.

weiteres unter: https://www.2p-raum.de/portfolio/eOffice-die-Wandlung-des-Bueros

eOffice Diplomarbeit_2005_by_Mark Pupke, Dipl.-Ing. (FH) Architekt

 

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